UNITEDINTERIM Blog

Case-Studies und Blogbeiträge von professionellen Interim Managern und Interim Managerinnen

Automotive: Strategisches Program/Sales Management – Erfolg lässt sich planen!

Branche: Fahrzeugbau - Automotive (Systemlieferant Tier 1 / Interior- und Exterior Module)

Linienfunktion: Technik (Program Management) und Vertrieb

Thema: OEM, Optimieren der Fertigung, Lieferfähigkeit, Programm Management

Mitarbeiter: ca. 13.500 Weltweit 

Umsatz: ca. 3,1 Mrd. EURO Weltweit

Ausgangslage: Ein im Jahr 1959 gegründetes deutsches Unternehmen für Haushalt-Kunststoffartikel entwickelte sich in Süddeutschland zum internationalen Automotive-Systemlieferanten, einerseits in der Herstellung für Interieur Module, wie zum Beispiel Instrumententafeln, Türverkleidungen, Seitenverkleidungen und anderseits auch für Module im Exterior. Mit seinem Headquarter im südwestdeutschen Raum und den weltweiten Werken ist es ein international anerkannter Systemlieferant (Tier 1) für diverse Automobilhersteller. Das Produktionswerk am Headquarter ist mit der Produktion der Interieur-Module für einen süddeutschen Sportwagenhersteller ausgelastet und möchte die kompletten Nachfolgeaufträge für die aktuell auslaufenden Serienprodukte erzielen, um die Auslastung des Werkes auch in Zukunft zu sichern und eine mögliche Werksschließung zu vermeiden. 

Aufgrund des Produktionsauslaufens der aktuellen Module Instrumententafel, Türverkleidungen und Seitenverkleidungen soll das Nachfolgeprojekt, mindestens im gleichen Grössenumfang erzielt werden, damit die Produktionsauslastung im Werk erhalten werden kann.

Aufgabe: Im Rahmen der strategischen Unternehmensführung wurde ich als Interim Manager beauftragt, noch während der Akquisitionsphase das Vertriebsteam mit technischer Expertise dahingehend zu unterstützen, den kompletten Nachfolgeauftrag der aktuell in Serie gelieferten Interior-Module zu erzielen und dem Automobilhersteller (OEM) bereits in der Aquise- und Konzeptphase von Seiten des Systemlieferanten als Interim Manager (Program/Sales Manager) für die gemeinsame Bauteilentwicklung zur Verfügung zu stehen, damit gemeinsam ein bestmögliches Entwicklungsergebnis erzielt werden kann. Normalerweise wird von einem Systemlieferanten erst dann ein Program Manager angestellt oder beauftragt, wenn der zu betreuende Auftrag erzielt wurde. In diesem Fall erfolgte aber eine strategische Entscheidung, um im Vorfeld proaktiv dem Automobilhersteller zu signalisieren und die Sicherheit zu geben, dass die Nachfolgeprojekterzielung beim Systemlieferanten die oberste Priorität hat und die Abarbeitung des Projektes sichergestellt ist.

Lösung: 

1. Die Verantwortung für die Bauteilentwicklung und Qualität, Kosten, Termine (QKT) wurden bereits während der Akquisitionsphase an einen im Interieur spezialisierten Interim Manager vergeben. 

2. Die betreuenden Bauteilmodule bestanden aus den Tür- und Seitenverkleidungen für einen Sportwagenhersteller. 

3. Die Automobilhersteller hat somit einen direkten Ansprechpartner beim Systemlieferanten (one face to the customer) für sämtliche technischen Fragen. 

4. Mit technischer Expertise und unter Berücksichtigung des bestehenden Anlagen-Portfolios wurde der Vertrieb in Bezug auf die Angebotserstellung von technischer Seite aus unterstützt, um die optimalen Angebote auszuarbeiten 

5. Die Teilnahme an Meetings beim Automobilhersteller im Rahmen der technisch- konstruktiven Entwicklung erfolgte proaktiv sofort, obwohl noch kein Auftrag vom OEM an den Systemlieferanten vergeben war. 

Ergebnis: 

1. Der Automobilhersteller wurde von Seiten des Systemlieferanten proaktiv umfassend betreut, sowohl was die Angebotserstellung über das Sales-Team, als auch die technische Entwicklung der Bauteilmodule anbelangt und zeigte sich damit sehr zufrieden. 

2. Es entwickelte sich eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem OEM, Systemlieferanten und dem Interim Manager. 

3. Der komplette Interieur-Modulumfang für den neuen Sportwagen, bestehend aus Instrumententafel, Tür- und Seitenverkleidung konnte von dem Systemlieferanten (Tier1) erzielt werden. 

4. Im Laufe der Zeit konnte der Systemlieferant noch weitere Bauteile für diese Fahrzeugbaureihe und dessen Derivate akquirieren 

5. In der Prototypenphase wurden vom Systemlieferanten zwei junge Ingenieure fest eingestellt, welche von mir in die Projektthematik eingearbeitet wurden, sodass der eine das Modul der Türverkleidung und der andere die Seitenverkleidung betreute. 

6. Meine Tätigkeit bestand danach aus dem Coaching der beiden neuen Kollegen und dem übergreifenden „wachsamen Blick" auf die „QKT" (Qualität/Kosten/Termine) und weiterhin „one face to the customer". 

7. Im Zuge der Sportwagenentwicklung wurde ich vom OEM noch gebeten, mich der abschließenden Entwicklung der Überrollbügelverkleidung (Spritzguss) eines Fahrzeugderivates zur Serienreife bei einem Entwicklungsdienstleister im Stuttgarter Raum anzunehmen. 

8. Somit hatte nicht nur das strategische Program & Sales Management des Systemlieferanten (Tier1) Erfolg, sondern auch meine Tätigkeit wurde vom OEM mit einem weiteren Auftrag, welchen ich parallel abwickeln konnte belohnt. 

9. Dieses Projekt war für alle Beteiligten eine „Win-win Situation" und für mich der Beginn einer erfolgreichen Zusammenarbeit, sowohl mit dem Systemlieferanten im Bereich Interior & Exterior, als auch mit dem Automobilhersteller selbst.

Stefan J. Michel

Profil bei UNITEDINTERIM

Greuther Strasse 8
88097 Eriskirch am Bodensee

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.michel-consulting.info

+49 171 936 57 61

Case Studies

Anlagenbau: Aufbau Standortübergreifende Operation...
 

Kommentare

Derzeit gibt es keine Kommentare. Schreibe den ersten Kommentar!
Bereits registriert? Hier einloggen
Gäste
Montag, 21. Juni 2021

Sicherheitscode (Captcha)