UNITEDINTERIM Blog

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Business Development – oder was verstehe ich darunter – wie geht’s weiter?

Dietmar Heer – Business Development

Falls Sie meinen Blog vom 6. Oktober des vergangenen Jahres gelesen haben, haben Sie sich sicherlich gefragt: wie geht's denn weiter? Der geneigte Leser wird vielleicht auch geschmunzelt und gedacht haben: Und wenn Sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...

Ja, es klang schon ein wenig wie im Märchen – und natürlich ist es nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Wäre ja auch zu schön gewesen!

Ein wesentlicher Punkt bei diesem Projekt war natürlich, neben der Machbarkeitsprüfung des Produktes, die tatsächlich mit den ersten Prototypen Anfang Februar 2018 abgeschlossen sein sollte, die Finanzierung des gesamten Projektes. Kapitalbedarf ca.: 1,2 Mio. Euro.

Die grundsätzliche Bereitschaft durch den Eigentümer war ja erst einmal vorhanden. Nach den ersten vertiefenden Gesprächen stellten sich nun aber, vorsichtig ausgedrückt, gewisse Vorbehalte unsererseits ein. Ohne es wirklich genau benennen zu können, kam das Gefühl auf, dem Eigentümer Herrn G. ginge es weniger um die Sache als um die Herrschaft über das Projekt. Auch seine Idee von der Anteilsverteilung entsprach so gar nicht unserer Vorstellung. Auf die Frage nach der Vergütung des Entwicklers kommt lediglich ein „Das ist ein Mitarbeiter von uns, dafür wird er bezahlt".

Gleichzeitig betont der Eigentümer aber immer wieder, wie wenig er von der Materie verstehe und dass man "da ja auf jeden Fall Experten benötigt". Zusätzlich zeigt er aber wenig Bereitschaft für Gespräche auf Augenhöhe zum Ausräumen der offensichtlichen Befindlichkeiten.

Eine Weile geht das hin und her, immer mit dem Gedanken „besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach". Mittlerweile sind mehr als 2 Monate ins Land gegangen. Irgendwann habe ich dann klargemacht, dass wir das Ding auf jeden Fall drehen, mit ihm oder ohne ihn – und ich habe begonnen, verschiedene strategische- und Finanzinvestoren mit einem schönen Kurzexposé anzusprechen. Und dann kam plötzlich Bewegung in die Sache.

Von den etwa  15 potentiellen Investoren haben 80% sehr schnell eine Rückmeldung abgegeben. Meist negativ – aber eben eine klare Rückmeldung.

Am Mittwoch, den 16. November, spreche ich den COO eines internationalen Konzerns (1 Mrd. Euro Umsatz) an. Am 20. November wünscht er die Übersendung des Businessplans. Am 27. November klärendes Telefonat mit ihm und direktes Vereinbaren eines Treffens am 11. Januar 2018 in deren schweizerischem Headquarter.

Derweil lässt Herr G. uns mitteilen, dass er für ein Investment nicht zur Verfügung steht, wir aber mit Unterstützung rechnen können. Werkzeugkosten müssen nicht übernommen werden. Eine erste Lieferung kann möglicherweise kostenfrei sein. Der Termin in der Schweiz mit dem CEO/Eigentümer und COO des internationalen Konzerns ist letzte Woche sehr gut verlaufen. Diskussion auf Augenhöhe und sehr interessante Hilfestellung für das Projekt. Fazit des Gesprächs: „Wenn Sie die Prototypen haben und einen Exklusiv-Vertrag mit dem Hersteller, dann sind wir im Geschäft."

Jetzt reden wir über ein Joint-Venture mit einem Groß-Konzern und über Stückzahlen, die weit über das hinausgehen, was wir ursprünglich geplant hatten, da wir sofort nach dem Start über ein weltweites Vertriebsnetzwerk verfügen können. Und wir sprechen von einem wesentlich geringerem Investment. Wir werden sehen, wie es weitergeht.

Wie war das mit dem Spatz in der Hand? Ich denke, man sollte nicht zu sehr an diesem Spatzen festhalten, da sonst die Taube dauerhaft nicht erreichbar ist. Erst wenn man den Spatz loslässt, öffnet man sich Türen – oder Türen öffnen sich für andere, viel größere Möglichkeiten.

Dietmar Heer - Business Development

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Kommentare 6

admin am Mittwoch, 14. Februar 2018 16:51

Gestatten Sie bitte, dass ich mich als Moderator in diese Diskussion einschalte:

Allgemeinplätze: ich arbeite seit dreißig Jahren im Umfeld von Unternehmen. Ich weiß als sicher: Was für den einen ein platter Allgemeinplatz ist, das ist für den anderen weitgehend Neuland! Glauben Sie nicht? Gehen Sie mal mit der Jugend in eine intensive Diskussion über Smart-Phones, Apps und dergleichen. Und achten Sie darauf, wie oft diese die Augen verdrehen - angesichts der Allgemeinplätze, die Ihnen jedoch völlig fremd sind...

No brainer: Ich frage mich, wie viele der am Markt agierenden Interim Manager mal eben den CEO eines schweizer Großkonzerns anrufen könnten.

Gruß

Jürgen Becker
Geschäftsführender Gesellschafter
UNITEDINTERIM GmbH


Gestatten Sie bitte, dass ich mich als Moderator in diese Diskussion einschalte: [b]Allgemeinplätze:[/b] ich arbeite seit dreißig Jahren im Umfeld von Unternehmen. Ich weiß als sicher: Was für den einen ein platter Allgemeinplatz ist, das ist für den anderen weitgehend Neuland! Glauben Sie nicht? Gehen Sie mal mit der Jugend in eine intensive Diskussion über Smart-Phones, Apps und dergleichen. Und achten Sie darauf, wie oft diese die Augen verdrehen - angesichts der Allgemeinplätze, die Ihnen jedoch völlig fremd sind... [b]No brainer:[/b] Ich frage mich, wie viele der am Markt agierenden Interim Manager mal eben den CEO eines schweizer Großkonzerns anrufen könnten. Gruß Jürgen Becker Geschäftsführender Gesellschafter UNITEDINTERIM GmbH
Gäste - Thomas Schmidt am Mittwoch, 14. Februar 2018 16:26

Geehrte Herren, ich neige dazu, Herrn Jürgensen zuzustimmen. Ich glaube, die Zeiten sind vorbei, in denen Unternehmen Interim Manager für „Allgemeinplätze“ oder „etwas Leben“ hohe Tagessätze zahlen. Zukünftig wird es auf Spezialisierungen (z.B. Digitalisierungs Know How) ankommen. Wenn Sie, Herr Heer, das Glück haben, noch derartige Low-Brainer akquirieren zu können, ist das sehr beneidenswert! Leichter ist kein Geld zu verdienen

Geehrte Herren, ich neige dazu, Herrn Jürgensen zuzustimmen. Ich glaube, die Zeiten sind vorbei, in denen Unternehmen Interim Manager für „Allgemeinplätze“ oder „etwas Leben“ hohe Tagessätze zahlen. Zukünftig wird es auf Spezialisierungen (z.B. Digitalisierungs Know How) ankommen. Wenn Sie, Herr Heer, das Glück haben, noch derartige Low-Brainer akquirieren zu können, ist das sehr beneidenswert! Leichter ist kein Geld zu verdienen ;)
Dietmar Heer am Mittwoch, 14. Februar 2018 13:22

Das mögen für Sie Allgemeinplätze sein, ist Ihre Ansicht, die ich nicht teile. Die Frage ist nämlich, rede ich nur in solchen"Allgemeinplätzen" oder lebe ich sie auch.
Meiner Auffassung nach wird eben nur darüber geredet und nicht gehandelt. Ich für meinen Teil setze das um beim Kunden. Und ich sage Ihnen noch was, es funktioniert.

Das mögen für Sie Allgemeinplätze sein, ist Ihre Ansicht, die ich nicht teile. Die Frage ist nämlich, rede ich nur in solchen"Allgemeinplätzen" oder lebe ich sie auch. Meiner Auffassung nach wird eben nur darüber geredet und nicht gehandelt. Ich für meinen Teil setze das um beim Kunden. Und ich sage Ihnen noch was, es funktioniert.
Gäste - Günther Jürgensen am Mittwoch, 14. Februar 2018 12:51

Lieber Herr Heer,
das sind doch Allgemeinplätze. Das ist alles nichts Neues. "Mitarbeiter ernst nehmen", "neue Wege gehen", "anderen Pfaden folgen". Damit holen Sie doch als Interimsmanager heute keinen Kunden mehr hinter dem Ofen hervor. Das erzählt Ihnen doch jeder auf der Straße.

Mit Gruß

GJ

Lieber Herr Heer, das sind doch Allgemeinplätze. Das ist alles nichts Neues. "Mitarbeiter ernst nehmen", "neue Wege gehen", "anderen Pfaden folgen". Damit holen Sie doch als Interimsmanager heute keinen Kunden mehr hinter dem Ofen hervor. Das erzählt Ihnen doch jeder auf der Straße. Mit Gruß GJ
Dietmar Heer am Mittwoch, 14. Februar 2018 12:04

Die Antwort lieber Herr Jürgensen ist recht einfach. Business Development (was ich darunter verstehe) ist u. A. das Erarbeiten/Entwickeln von potentiellen Businessmöglichkeiten mit hohem Potential für den Kunden, um sein Geschäft nach vorne zu bringen.
Er muss allerdings bereit sein neue Wege zu gehen. Spannend ist hier vor allem die Tatsache, dass die Entwicklung aus dem eigenen Haus kommt.
Und genau da setzt die Botschaft an, die Sie vermissen. Wenn Sie bereit sind sich zu öffnen, genau hinzuschauen, ihre Mitarbeiter ernst nehmen und neue Wege zu gehen und nicht den üblichen Pfaden folgen wollen, dann gibts auch Möglichkeiten sich selbst bzw. sein Geschäft nach vorne zu bringen. Sie können das Ganze aber auch einfach nur ablehnen, (davon verstehen wir nix) jeder ist ja da frei.

Die Antwort lieber Herr Jürgensen ist recht einfach. Business Development (was ich darunter verstehe) ist u. A. das Erarbeiten/Entwickeln von potentiellen Businessmöglichkeiten mit hohem Potential für den Kunden, um sein Geschäft nach vorne zu bringen. Er muss allerdings bereit sein neue Wege zu gehen. Spannend ist hier vor allem die Tatsache, dass die Entwicklung aus dem eigenen Haus kommt. Und genau da setzt die Botschaft an, die Sie vermissen. Wenn Sie bereit sind sich zu öffnen, genau hinzuschauen, ihre Mitarbeiter ernst nehmen und neue Wege zu gehen und nicht den üblichen Pfaden folgen wollen, dann gibts auch Möglichkeiten sich selbst bzw. sein Geschäft nach vorne zu bringen. Sie können das Ganze aber auch einfach nur ablehnen, (davon verstehen wir nix) jeder ist ja da frei.
Gäste - Günther Jürgensen am Mittwoch, 14. Februar 2018 11:39

Was genau möchte der Autor dieser Zeilen sagen? Welche Botschaft möchten Sie transportieren? Und welchen Nutzwert hat das für den Leser? Insbesondere im Hinblick auf Business Development?

Was genau möchte der Autor dieser Zeilen sagen? Welche Botschaft möchten Sie transportieren? Und welchen Nutzwert hat das für den Leser? Insbesondere im Hinblick auf Business Development?
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