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Internationale Restrukturierung: Oberflächentechnologie

Branche: Oberflächentechnologie

Linie: General Management (CEO - Gruppe, Deutschland, Schweiz)

Themen: Restrukturierung, Ersatz für Chrom6 (EU-Richtlinie REACH)

Umsatz: ca. 80 Mio. CHF - Ergebnis v. St.: + 1,2 Mio. CHF

Mitarbeiter: ca. 580

Ausgangslage:

Die Ergebnisse der Muttergesellschaft in der Schweiz waren seit Jahren negativ; es gab bislang kein Konzept, dies nachhaltig zu ändern. Hinzu kam, dass alle Neuerungen zunächst in der Schweiz getestet und umgesetzt wurden. Die Ergebnisse der deutschen Tochtergesellschaft waren seit mehr als 10 Jahren negativ – man hatte bislang keine Notwendigkeit gesehen, dies zu ändern. Eine neue Produktionslinie – Galvanische Vernickelung – war mit hohem Aufwand eingerichtet worden, aber sie lief bei einer Kapazitätsnutzung von lediglich 20 %. Die Entwicklung der Gruppe in China war deutlich vom geplanten Wachstumspfad abgefallen – durch häufigen Wechsel im Management und durch persönliche Einwirkung eines Mitglieds des Verwaltungsrats der Muttergesellschaft trat nicht die notwendige Ruhe ein. Die Entwicklung der Tochtergesellschaften in Frankreich und in den USA entsprach mit geringen Abweichungen der strategischen Planung. 

Lösungsansätze:

(1) Schweiz: Portfolio-Analyse aller Technologie-Marktkombinationen mit dem Ziel, die nachhaltig wachstumsstarken und ertragreichen Kombinationen weiter auszubauen, die Segmente mit schwindender Bedeutung (Marktabdeckung und Rendite) abzuschöpfen und aus den Segmenten mit negativen Ergebnissen kurzfristig „auszusteigen".

(2) Schweiz: Erarbeitung einer Strategie zur Anpassung der Infrastruktur (auch Personal) an die neue Produktionsstruktur.

(3) Deutschland: Entwicklung eines Programms zur Auslastung des Geschäfts mit der neuen Produktionslinie (Galvanische Vernickelung).

(4) Deutschland: Aufbau einer Kosten- und Deckungsbeitragsrechnung, um eine gezielte Bereinigung der Artikel und Prozesse durchführen zu können.

(5) China: Nachhaltige Verbesserungen der Produktqualität zur Stabilisierung der Lieferbeziehungen.

6) China: Gezielte Suche nach Opportunitätsgeschäften zur besseren Ausnutzung der Produktionskapazitäten.

(7) China: Ausbau der Vertriebsabteilung mit dem Ziel, in neuen Marktsegmenten Geschäft zu akquirieren.

Ergebnisse:

(1) Schweiz: Fokussierung der Vertriebsaktivitäten

(2) Schweiz: Abbau der Produktionskapazität

(3) Schweiz: Personalabbau 10 % (29 Personen)

(4) Schweiz: Forcierung der Personalentwicklung

(5) Schweiz: Räumung und Vermietung von Produktionshallen

(6) Deutschland: Verstärkung des Vertriebs für die neue Produktionslinie

(7) Deutschland: Programmbereinigung aufgrund von Deckungsbeitrags-Analysen

(8) Deutschland: Sanierungs-Tarifvertrag

(9) China: Sinkende Fehlerquote und reduzierte Reklamationsquote bauen verlorenes Vertrauen wieder auf

(10) Umsatz stabil – Ergebnis v. St. auf + 2,6 Mio. EURO mehr als verdoppelt

Martin Steidl
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