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Case-Studies und Blogbeiträge von professionellen Interim Managern und Interim Managerinnen

Metall: Leitung der Materialwirtschaft in der Insolvenz

Branche: Metallverarbeitung - Automotive-Zulieferer

Linienfunktion: Einkauf - Materialwirtschaft

Thema: Re-Organisation

Umsatz: 150 Mio. Euro

Mitarbeiter: 1.000

Ausgangslage: Die Firma, die im Bereich Automotive tätig war, hat sich in der Insolvenz befunden, eine besonders schwierige Situation. Die Abteilung musste unter diesen besonderen Bedingungen, die eine Insolvenz verlangt, weitergeführt werden. Neues Personal zu finden in dieser Situation war sehr schwierig, das bedeutet es musste das vorhandene Personal motiviert und stabilisiert werden. Die Wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Einkauf waren sehr schlecht, es wurde keine Warenkreditversicherungen durch die Versicherer für Lieferungen und Leistungen erteilt. Im Verlaufe der Insolvenz war nicht klar ob es einen Kaufinteressenten geben würde oder ob die Firma endgültig geschlossen würde. Die Abteilung war der Zentraleinkauf für 3 Firmen in der Gruppe.

Aufgabe:

Der gesamte Bereich musste neuorgansiert werden, dies war eingebettet in die Neuorganisation der Firma. Hierzu bedurfte es einer engen Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter. Die Prozesse in der Materialwirtschaft musste auf Gruppenebene gemäß den Vorgaben aus der Zertifizierung neu überarbeitet und installiert werden. Das Lieferantenmanagement musste neu eingerichtet werden und die Einkaufsmärkte musste neu organisiert werden, auch International mit dem Ziel Einsparpotentiale zu erschließen. Führen von Lieferantengespräche, um die Konditionen zu verbessern. Diese Ziele waren eingebettet in das Gesamtziel die Firma wirtschaftlich wieder herstellen zu können, um Sie an einen neuen Investor veräußern zu können. 

Vorgehen:

Ich war im Auftrag des Insolvenzverwalters in der Firma eingesetzt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen waren durch das Insolvenzrecht vorgegeben. Tägliche Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter. Durch die Kündigung des Einkaufsleiters und die noch mögliche Übergabe an mich, konnten die wichtigsten Informationen noch übergeben werden. Die Informationsverluste im Einkauf hielten sich in Grenzen. Die zentrale Abstimmung und Leitung der 3 Standorte wurde neu aufgebaut, dadurch war ein reibungsloseres Arbeiten zwischen den Standorten möglich. Als erstes wurden mit den Lieferanten neue üblich Zahlungsziele vereinbart – weg von der Vorkasse. Notwendige Lieferantenwechsel wurden vollzogen, um weitestgehend ein störungsfreies Arbeiten zu gewährleisten. Gleichzeitig mussten die Lagerbestände optimiert werden, um Überbestände und lang liegende Ware zu vermeiden. Das Personal konnte motiviert werden, so dass es zu keinen Kündigungen kam.

In enger Zusammenarbeit mit der Insolvenzverwaltung wurde der Bereich neu organisiert und das Personal geschult. Die Neugestaltung des Lieferantenmarktes konnte abgeschlossen werden und die Konditionen mit den Lieferanten wurden maßgeblich verbessert, Einsparungen konnten realisiert werden. Die Prozesse wurde soweit neu gestaltet und optimiert, dass eine neue Zertifizierung (Automobilnorm) des Unternehmens erreicht werden konnte. Der Firmenverkauf an den neuen Investor wurde erfolgreich vollzogen und abgeschlossen. Durch die neu gestalteten Beziehungen zu den Hauptlieferanten wurde eine stabile Materialversorgung gewährleistet, so dass es zu keinen Lieferstörungen mit den Endkunden kam. 

Ergebnisse 

Die Abteilung Einkauf konnte weiter geführt werden ohne dass es größeren Problemen in der Bereitstellung des Materials in der Produktion kam. Der Bereich wurde neu organisiert, die Zusammenarbeit gefördert. Es wurden neue Bezugsmethoden eingeführt, die die Materialbereitstellung deutlich besser abgesichert haben. Seitens des Einkaufes konnte dem neuen Eigentümer eine gesicherte Materialversorgung bestätigt werden, so dass die pünktliche Lieferung in die Automobilindustrie gewährleistet war.

PETER ZUG
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