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Technische Dienstleistungen: Unerwarteter Restrukturierungsbedarf

Branche: Energie (erneuerbare - Wind und Photovoltaik-Anlagen

Linie: CEO

Thema: Restrukturierung

Umsatz: 7,5 Mio. Euro

Mitarbeiter: 50

Aufgabe: Auffangen des Ergebnisrückgangs​ aufgrund schwieriger Geschäftsentwicklung

Ausgangslage
Auftraggeber war der Aufsichtsrat eines Unternehmens der Energiewirtschaft mit Fokus auf die erneuerbaren Energien. Die Geschäftstätigkeit der kleinen Aktiengesellschaft umfasste die technische und kaufmännische Betriebsführung von über 150 eigenen und fremden Windenergie- und Photovoltaikanlagen (Solarparks) in Deutschland. Darüber hinaus betrieb die Gesellschaft im Bereich Stromproduktion direkt und über Tochtergesellschaften mehrere Windenergieanlagen und Photovoltaikanlagen. Der Handel mit Großkomponenten für Windkraftanlagen rundete das Leistungsportfolio des Unternehmens ab. Hintergrund der Beauftragung war der krankheitsbedingte Ausfall des bisherigen Alleinvorstandes bei zunehmend schwieriger Geschäftsentwicklung mit entsprechendem Ergebnisrückgang. Als Branchenexperte und Spezialist für Restrukturierung und Neuausrichtung wurde Herr Hemmer mit dem Mandat des Alleinvorstandes betraut. Dabei lag der Schwerpunkt seiner Aufgabe bei der Aufrechterhaltung des operativen Geschäftes der Gesellschaft nebst deren Tochtergesellschaften. Im Zuge dessen sollte Herr Hemmer die wirtschaftliche Neubewertung der Gruppe in operativer, strategischer und finanzieller Hinsicht durchführen und entsprechende Restrukturierungsmaßnahmen entwickeln und umsetzen.

Lösungsweg
Für die Übergabe standen nur knapp drei Arbeitstage mit dem Vorgänger zur Verfügung. Herrn Hemmer wurde mitgeteilt, dass der angestellte Rechtsanwalt fristgerecht gekündigt habe und als Ansprechpartner nicht mehr zur Verfügung steht. An Unterlagen standen die Dokumente aus dem Finanz- und Rechnungswesen sowie die beim Wirtschaftsprüfer zur Verfügung. Die weitere Dokumentation war teilweise rudimentär. Vom ersten Tag an sprach Herr Hemmer direkt mit den Beteiligten. Die umfassende Bestandsaufnahme / Risikoanalyse der laufenden Geschäftsvorfälle und der genutzten Systeme / Prozesse war, neben der Weiterführung des Tagesgeschäftes, die erste eingeleitete Maßnahme. Aktuelle finanzielle und vertragliche Risiken sowie Risiken bei der IT-Infrastruktur des Unternehmens selbst sowie bei angeschlossenen Kundenunternehmen standen anfangs im Fokus. Es folgte die Analyse und Bewertung der operativen Prozesse in der AG und in den Tochtergesellschaften. Dabei wurde offensichtlich, dass Mängel im Forderungsmanagement bestehen und die Buchhaltung hohe Latenzzeiten aufweist. Der festgestellte Verwaltungsapparat stand einer größenadäquaten Verwaltungseinheit mit entsprechenden Kosten und Liquiditätsnachteilen entgegen. Eine extern beauftragte Anwaltskanzlei stellte kurzfristig Methoden zur engen und rechtssicheren Liquiditätsüberwachung zur Verfügung. Dies führte zu einer nachhaltigen Verbesserung des Debitorenmanagements. Der letzte Jahresabschluss der AG war mit hohen Verlustvorträgen belastet. Im Rahmen der aktuellen Jahresabschlusserstellung führte Herr Hemmer in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsprüfern eine neutrale Neubewertung des Geschäftsmodells durch. Dies hatte zur Folge, dass hohe Wertberichtigungen im Jahresabschluss der AG eingestellt werden mussten. Letztere führten zu einem Kapitalschnitt und zur Genehmigung von neuem Eigenkapital durch die HV. Der Sachverhalt wurde vollumfänglich durch Herrn Hemmer an die Aktionäre kommuniziert. Des Weiteren wurden über diverse Kapitalmaßnahmen (AG und extern) eine Verbesserung der Bilanz / Eigenkapitalposition bei einem Tochterunternehmen erreicht. Auf der technischen Seite ergab die Risikoanalyse Nachholbedarf im Umfeld der Datensicherheit, der Koordination und korrekten Nutzung vorhandener IT Systeme im Bereich Asset Management / Dienstleistungen für Kunden. Genutzte Systeme wurden nach eingehender Befragung der beteiligten Techniker, Monteure und Kunden an die tatsächlichen Erfordernisse angepasst bzw. neu eingeführt. In vielen Mitarbeitergesprächen und Informationsrunden hat Herr Hemmer die Belegschaft von der Sinnhaftigkeit der Änderungen überzeugt und in ihren jeweiligen Tätigkeiten gestärkt. Personalabgänge konnten i.d.Z. nahezu kompensiert werden. Für das neue Unternehmenskonzept wurden mit dem Hauptaktionär und verschiedenen Kooperationspartnern aus der Branche mehrere Workshops und Arbeitsgruppen gebildet.

Ergebnis
Das Unternehmen wurde durch Herrn Hemmer analysiert und verborgene, teilweise hohe Risiken sind durch ihn rechtzeitig erkannt, benannt und beseitigt worden. Die Bilanz ist für weiteres Wachstum vorbereitet, Altlasten sind entsorgt. Abläufe in Technik und Finance / Buchhaltung sind auf aktuelle Erfordernisse ausgerichtet. Die Mitarbeiter arbeiten wieder motiviert und sehen eine neue Perspektive. Eine Person zur Nachfolge in Festanstellung ist gefunden und eingearbeitet. Der Auftraggeber hat sich in einer Presseerklärung zur Nachfolge sehr positiv über die Umsetzung des Interim Mandates durch Herrn Uwe Hemmer geäußert. In der neu aufgestellten AG gilt es nun, die Herausforderungen einer starken Marktveränderung zu bewältigen.

Uwe Hemmer
Profil bei UNITEDINTERIM

​Stormstrasse 20
40668 Meerbusch

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Mittwoch, 13. November 2019

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