Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit von Interim Management-Providern

Dirk Volkman - Spezialist für Transformations-Projekte

Immer mal wieder kommt die Phase des Interim Managers, sich mit dem mittlerweile unüberschaubaren Markt der Interim-Jobs und ergo auch den entsprechenden Providern zu beschäftigen.

Ich verfüge mittlerweile über eine Liste von ca. 200 Unternehmen im deutschen Markt – mal etwas mehr, mal etwas weniger  – je nachdem, wer neu dazu kommt oder halt aufgrund von Erfolglosigkeit aus dem Markt wieder ausscheidet.

Leider ist es immer wieder gang und gäbe, dass ich entweder auf eine ausgeschriebene Position, auf die ich mich wie formal vorgeschrieben beworben habe, keine Reaktion bekomme oder in der zweiten Runde (wenn die Unterlagen tatsächlich an den Kunden gegangen sind) nur auf mehrfaches Nachfragen ein aktueller Stand zu erhalten ist.

Oftmals erfolgt kein Rückruf und es gibt praktisch keine Verbindlichkeit in den Aussagen.

Wie schön war das vor vielen Jahren, als die Kommunikation nicht über Facebook oder Twitter lief (wo heute jeder erdenkliche Unsinn gepostet wird), sondern mehr Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit herrschte!

Wie alles "Gute" (McDonald's, Coca Cola etc.) kommt auch diese Unart aus God's Own Country, wo keine Reaktion als Absage gilt.

Ich wünsche mir von den großen Providern, dass man ordentlich miteinander umgeht!

Denn das Interim Geschäft ist keine Einbahnstrasse: Ich setze in eigenen Mandaten des öfteren zusätzliche externe Managementkapazitäten ein  – und die hole ich mir von Unternehmen, mit denen man gut zusammenarbeiten kann. Vice Versa.

Dirk Volkmann - Veränderungs- und Transformations-Projekte

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Kommentare 3

Gäste - Johannes T. Rathmer am Donnerstag, 21. Dezember 2017 08:48

Hallo zusammen,

ich würde solche Vorgehensweisen nicht nur als "unhöflich", sondern als "unprofessionell" bezeichnen.

Gute Provider wissen, dass man seit einigen Jahren nicht mehr nur mit "Buddy's" arbeiten kann, sondern dass man dem Kunden nur noch Interim Manager vorstellen kann, die das Profil möglichst zu 100% abdecken. Der Wettbewerb ist einfach zu groß geworden. Aufgrund der sehr vielen unterschiedlichen Disziplinen und den daraus entstehenden fachlichen Anforderungen geht der professionelle Provider "tiefer in seine Kartei". Die Zeiten der "Generalisten" ("ich kann alles und weiß alles") sind schon lange vorbei. Man benötigt heute Profis, die das Problem des Kunden lösen.

Übrigens:
Diese unprofessionellen Provider, erkennt man schon sehr schnell bei den ersten Kontakten. Der Rahmenvertrag sagt oft schon "alles" über diese Firmen aus!
Einseitig formulierte Vertragsbedingungen, die nur so vor Vertragsstrafen "strotzen", sollten den Interim Managern schon Warnung genug sein, nicht mit solchen Providern abzuschliessen, auch wenn das (potentielle!) Mandat noch so interessant erscheint.

Wie sagt schon der Zahnarzt: "Vorbeugen ist besser als bohren"

Frohe Weihnachten

Beste Grüße
Johannes T. Rathmer

Hallo zusammen, ich würde solche Vorgehensweisen nicht nur als "unhöflich", sondern als "[b]unprofessionell[/b][u][/u]" bezeichnen. Gute Provider wissen, dass man seit einigen Jahren nicht mehr nur mit "Buddy's" arbeiten kann, sondern dass man dem Kunden nur noch Interim Manager vorstellen kann, die das Profil möglichst zu 100% abdecken. Der Wettbewerb ist einfach zu groß geworden. Aufgrund der sehr vielen unterschiedlichen Disziplinen und den daraus entstehenden fachlichen Anforderungen geht der professionelle Provider "tiefer in seine Kartei". Die Zeiten der "Generalisten" ("ich kann alles und weiß alles") sind schon lange vorbei. Man benötigt heute Profis, die das Problem des Kunden lösen. Übrigens: Diese unprofessionellen Provider, erkennt man schon sehr schnell bei den ersten Kontakten. Der Rahmenvertrag sagt oft schon "alles" über diese Firmen aus! Einseitig formulierte Vertragsbedingungen, die nur so vor Vertragsstrafen "strotzen", sollten den Interim Managern schon Warnung genug sein, nicht mit solchen Providern abzuschliessen, auch wenn das (potentielle!) Mandat noch so interessant erscheint. Wie sagt schon der Zahnarzt: "Vorbeugen ist besser als bohren" Frohe Weihnachten ;) Beste Grüße Johannes T. Rathmer
Klaus Juergen Voss am Mittwoch, 20. Dezember 2017 13:55

Grundsätzlich ist ganz sicher davon auszugehen, daß die Provider stetig eine ABC-Analyse über ihre Manager laufen lassen, d.h.

    Buddys 2 %,
      Prospects 10 %
        und Fussvolk für den Rest.

        Und ganz natürlich sollte man als desillusionierter Profi auf der Managerseite die eigene ABC-Analyse ebenso immer wieder mit den "ca. 200 Providern +/-" aktualisieren.

        Und für beide Seiten gilt ganz natürlich und professionell bei "Vorkommnissen": Bums büst buten!

        Wem hilft da grosses Lamentieren, weder bei der einen, noch der anderen Seite ?

        Und dann gibt es ja noch für die Erfahrenen unter uns das Old-Boys-Network .
        Da genügt ein kurzer Zuruf.
        Und der kommt dann auch.

        Grundsätzlich ist ganz sicher davon auszugehen, daß die Provider stetig eine ABC-Analyse über ihre Manager laufen lassen, d.h. [list][/list]Buddys 2 %, [list][/list]Prospects 10 % [list][/list]und Fussvolk für den Rest. Und ganz natürlich sollte man als desillusionierter Profi auf der Managerseite [b]die eigene ABC-Analyse[/b] ebenso[b] immer wieder[/b] mit den "ca. 200 Providern +/-" aktualisieren. ;) Und für beide Seiten gilt ganz natürlich und professionell bei "[i]Vorkommnissen[/i]": [b]Bums büst buten![/b] Wem hilft da grosses Lamentieren, weder bei der einen, noch der anderen Seite ? Und dann gibt es ja noch für die Erfahrenen unter uns das Old-Boys-Network :D. Da genügt ein kurzer Zuruf. Und der kommt dann auch.
        Christian Menke am Mittwoch, 20. Dezember 2017 10:54

        Hallo Herr Volkmann,

        ja eine leider häufig zu beobachtende "Vorgehensweise", schlichtweg schon unhöflich. Für mich sind die Personen, die so handeln, keine seriösen Geschäftspartner und ich trenne mich möglichst kategorisch von diesen, da sie offensichtlich nicht verstanden haben, dass das Interim Geschäft keine Wurstbude ist. Wer diese Grundregeln des Umgangs miteinander nicht von sich aus beherzigt, scheidet halt aus dem Markt aus.

        Ich hatte vor einigen Jahren auch mal den Vertreter eines angeblichen High-end-Providers, der mir nach vom Kunden gewünschten, aber terminlich zunächst geplatztem Gespräch, keine weitere Information geben wollte - oder konnte: auch auf Nachfrage nicht. Diese Person war dann aber höchst entsetzt, ja sogar pikiert, als ich - bis er nach mehreren Wochen wieder auf mich zukam - einen anderen Auftrag angenommen hatte.

        Ich hätte doch dem Termin beim Kunden zugestimmt und ich könnte doch nicht einfach ein anderes Mandat annehmen, sei ich doch ihm verpflichtet und müsse unter allen Umständen stillhalten. Als ich ihm (scheinbar) Recht gab, aber auch ein Honorar für die Stillhaltezeit einforderte, kam nur noch "das ist doch gar nicht denkbar".

        So selbstverständlich und einfach scheint es für manche Marktteilnehmer zu sein...

        Gruss
        CM

        Hallo Herr Volkmann, ja eine leider häufig zu beobachtende "Vorgehensweise", schlichtweg schon unhöflich. Für mich sind die Personen, die so handeln, keine seriösen Geschäftspartner und ich trenne mich möglichst kategorisch von diesen, da sie offensichtlich nicht verstanden haben, dass das Interim Geschäft keine Wurstbude ist. Wer diese Grundregeln des Umgangs miteinander nicht [u]von sich aus[/u] beherzigt, scheidet halt aus dem Markt aus. Ich hatte vor einigen Jahren auch mal den Vertreter eines angeblichen High-end-Providers, der mir nach vom Kunden gewünschten, aber terminlich zunächst geplatztem Gespräch, keine weitere Information geben wollte - oder konnte: auch auf Nachfrage nicht. Diese Person war dann aber höchst entsetzt, ja sogar pikiert, als ich - bis er nach mehreren Wochen wieder auf mich zukam - einen anderen Auftrag angenommen hatte. Ich hätte doch dem Termin beim Kunden zugestimmt und ich könnte doch nicht einfach ein anderes Mandat annehmen, sei ich doch ihm verpflichtet und müsse unter allen Umständen stillhalten. Als ich ihm (scheinbar) Recht gab, aber auch ein Honorar für die Stillhaltezeit einforderte, kam nur noch "das ist doch gar nicht denkbar". So selbstverständlich und einfach scheint es für manche Marktteilnehmer zu sein... Gruss CM
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