By Klaus-Peter Stöppler on Dienstag, 03. Februar 2026
Category: Case Studies

Zukunftsfähigkeit jetzt! – Bau und Technik 2.0

Branche: Infrastruktur – Bau und Technik

Linienfunktion: Technik (CTO/Leiter Bau und Technik)

Thema: Transformation, Digitalisierung, Performance-Steigerung

Umsatz: 230 Mio. Euro

Mitarbeiter: 800

Ausgangslage

Das Unternehmen aus dem Bereich der technischen Infrastruktur befand sich seit mehreren Jahren in einer dynamischen Wachstums- und Transformationsphase. Steigende Nutzer- und Kundenzahlen, wachsende Qualitätsansprüche, ambitionierte Ziele in Digitalisierung und Automatisierung sowie der Druck zu mehr Nachhaltigkeit prägten das Umfeld. Gleichzeitig nahmen die Anforderungen an die technische Organisation deutlich zu: Sie musste hohe Verfügbarkeit, maximale Sicherheit, regulatorische Compliance und wirtschaftliche Effizienz gewährleisten – zunehmend unter Nutzung von Data Lake-Plattformen, KI-gestützten Anwendungen und automatisierten Systemen.

In diesem Kontext übernahm ich die Verantwortung, Wachstumsimpulse zu strukturieren, Transformationsprojekte zu beschleunigen und die technische Organisation konsequent auf Zukunftsfähigkeit auszurichten. Im Mittelpunkt stand die Verbindung von technischer Exzellenz, wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und organisatorischer Weiterentwicklung.

Typische Herausforderungen in Wachstumsphasen technischer Infrastrukturen

In Wachstums- und Transformationsphasen wirken in Infrastruktur- und Technikumgebungen häufig mehrere Problemfelder gleichzeitig zusammen. Typische Muster sind:

In der Kombination führen diese Faktoren dazu, dass Wachstumsschritte – etwa Kapazitätserweiterungen, Einführung neuer digitaler Services, Automatisierung von Abläufen oder Modernisierung von Sicherheitstechnik – zwar initiiert, aber nicht mit der gewünschten Geschwindigkeit, Effizienz und Stringenz umgesetzt werden.

Lösungsansatz: Struktur, Digitalisierung und Performance verbinden

In diesem Mandat setzte ich mein strukturiertes, phasenorientiertes Vorgehen ein, das sich in vergleichbaren Mandaten bewährt hat und Technik, Wirtschaftlichkeit und Organisationsentwicklung systematisch verknüpft. Im Umfeld einer wachstumsorientierten technischen Organisation umfasst dieses Vorgehen typischerweise folgende Handlungsfelder:

1. Klärung von Mandat, Zielen und Governance: Zu Beginn stand eine klare Auftragsklärung mit Geschäftsführung, Technik- und Operationsverantwortlichen sowie relevanten Stakeholdern:


2. Analyse von Struktur, Prozessen, Systemen und Performance: In einer vertieften Analysephase wurde die technische Organisation aus drei Perspektiven betrachtet – Struktur, Prozesse, Kennzahlen:

Das Ergebnis war ein klares Bild der größten Werthebel und der „Pain Points", die Wachstum und Zukunftsfähigkeit ausbremsen.

3. Zielbild „Bau und Technik 2028+" und Transformationsarchitektur: Auf Basis der Analyse entstand gemeinsam mit der Führung ein integriertes Zielbild für die technische Organisation, das Wachstum, Digitalisierung und Performance verbindet. Kernelemente:


4. Performance-Programme für Betrieb und Projekte: Zur messbaren Steigerung der Leistungsfähigkeit wurden fokussierte Performance-Programme entlang der größten Hebel aufgesetzt, zum Beispiel:

Alle Programme wurden mit quantifizierten Zielen unterlegt (z.B. Reduktion ungeplanter Ausfälle, Verkürzung von Projektlaufzeiten, Energieeinsparungen, Kostensenkungen), um Fortschritt sichtbar und steuerbar zu machen.

Digitalisierung konkret verankern

Digitalisierung wurde nicht als Selbstzweck verstanden, sondern konsequent als Hebel für messbare Verbesserungen in Betrieb und Wachstum:


Change-Management, Kultur und Qualifizierung

Da Technik, Digitalisierung und neue Betriebsmodelle tief in Arbeitsweisen und Rollen eingreifen, war gezieltes Change-Management ein zentraler Erfolgsfaktor:


Umsetzung mit klarer Taktung und Exit-Readiness

Da ein Interim-Mandat per Definition zeitlich begrenzt ist, wurde die Umsetzung von Beginn an auf Wirksamkeit und Übergabefähigkeit ausgerichtet:


Empfehlungen für Unternehmen in Wachstumsphasen

Aus diesem Ansatz lassen sich mehrere praxisnahe Empfehlungen für Unternehmen ableiten, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen:

Diese Case Study zeigt, wie Interim Management in komplexen technischen Infrastrukturen Wachstum, Digitalisierung und Performance wirkungsvoll verbinden kann – sofern ein klar strukturiertes Vorgehen, die enge Verzahnung mit der Unternehmensstrategie und eine konsequente Umsetzung in der Organisation gewährleistet sind.

PROFIL VON KLAUS PETER STÖPPLER BEI UNITEDINTERIM – AUF DAS PROFESSIONELLE INTERIM MANAGEMENT SPEZIALISIERTE PLATTFORM FÜR DIE DACH-REGION

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