Von der Offline-Managerin zur Online-Unternehmerin: 5 Dinge, die ich 2017 gelernt habe

Judith Geiß - Bilanzierung

Vor einem Jahr dachte ich, dass ich eine moderne Unternehmerin bin. Schließlich erledigte ich schon längst vieles online.

Heute weiß ich: Ich hatte von vielem, was für mich mittlerweile als "modern" gilt, keine Ahnung.

Freebies.

Landingpages.

Conversions.

Double Opt-ins.

Was ich 2017 alles gelernt habe, ist wirklich der Wahnsinn. Ich habe den ersten Schritt vom Offline- zum Online-Business gemacht. Nach knapp sieben Jahren war es einfach Zeit dafür.

Dabei wollte ich eigentlich nur eine neue Mastermind-Gruppe finden – so war der Plan Ende 2016. Ich fing zu dieser Zeit an, ein paar Leuten auf Facebook zu folgen. Irgendwann bemerkte ich, dass sie alle eins gemeinsam hatten: denselben Coach.

So bin ich auf Sigrun gestoßen. Und mit ihr auf all die vielen neuen Vokabeln, die meinen Kopf manchmal schwirren lassen.

Ich habe 2017 vieles ausgetestet: meine Website für den Auftritt als Online-Business optimiert, zwei Freebies entwickelt, einen zweiwöchentlichen Newsletter gestartet, das Bloggen angefangen.

Das alles neben dem täglichen Geschäft als Interimsmanagerin für Unternehmen, die von einem amerikanischen Konzern übernommen wurden.

Das gab natürlich oft Frust – manchmal wollte ich, dass alles viel schneller geht. Und manchmal musste ich einfach nur tief durchatmen.

Hier meine wichtigsten 5 Erkennnisse aus 2017 – von denen Sie vielleicht auch etwas für ihren (Arbeits-)Alltag mitnehmen können:

1. Ein Urlaub komplett ohne Handy und Internet ist so viel genialer, als ich gedacht hätte:

Im Juli ging es für mich 2,5 Wochen nach Südafrika – und das komplett offline. Das hätte ich vorher nicht für möglich gehalten (und meine Kunden auch nicht)! Die Erfahrung war einfach genial. Nur so konnte ich Kraft tanken und das Urlaubsland zu 100 % wahrnehmen. Und das Wichtigste: Ich habe nichts verpasst, weil da gerade diese ganz dringende Mail gelesen werden musste. Oder ich auf der Suche nach Strom bzw. Empfang war, während draußen vor meiner Unterkunft ein Nyala-Baby im Blumenbeet saß.

Das sollten Sie auch einmal ausprobieren!

2. Pausen machen – und die Welt sieht anders aus:

Ich hatte ein paar echt heftige Momente im vergangenen Jahr. Schließlich wage ich gerade den Sprung ins Online-Business – und da überwältigt vieles erst einmal. Was ich gemacht habe, wenn es mal gar nicht lief? Ein Buch gelesen. Nichts ist besser für mich, um einen klaren Kopf zu bekommen.

Ganz egal, was es für Sie ist: Denken auch Sie an Pausen – gerade in stressigen Zeiten.

3. Ich kann nicht alles – deshalb ist Hilfe holen das Beste, was ich für mein Business tun kann:

Jeder von uns hat seine Spezial-Themen, bei denen er total in seinem Element ist. Aber dann gibt es auch: die "anderen" Themen… Bei mir war es das Schreiben von Newslettern bzw. Blogbeiträgen. Ich bin keine Journalistin oder Texterin. Deshalb brauchte ich Hilfe. So habe ich Marike Frick gefunden, die mich seit Mai darin unterstützt, bei diesen Themen am Ball zu bleiben.

Was ist Ihr "anderes" Thema? Denken Sie darüber nach und holen Sie den richtigen Partner an Bord.

4. Neue Projekte brauchen Zeit:

Was sage ich meinen Kunden immer? Wir kommen ans Ziel – nur Geduld! Tja, und was glauben Sie, wie es mir ging, als ich mit Marike Frick dieses Jahr meine Website überarbeitet habe? Mir ging es nicht schnell genug! Ich habe komplett unterschätzt, was bei so einem Projekt alles anfällt.

Hier der Tipp für Sie: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für Ihre Projekte, brechen Sie nichts über's Knie. Denn die Nacharbeit dauert dann meist viel länger.

5. Erfolge müssen gefeiert werden:

Last but not least… (Während ich das gerade schreibe, merke ich, dass es schon wieder fast "runtergefallen" wäre): 

Feiern Sie Erfolge und hetzen Sie nicht gleich der nächsten Deadline hinterher! 

Auch mir geht es oft so. Im Sommer hatte ich einen neuen Kunden gewonnen und für mich war das in dem Moment ganz normal. Ich hatte darauf hingearbeitet, es war absehbar gewesen. Ich erzählte davon meiner Kollegin Janet Winkler. Und sie meinte: "Dann ist es Zeit für ein Glas Sekt, das musst du feiern!"

Sie hatte Recht. Manchmal muss man besondere Momente festhalten und einfangen.

DANKE sagen.

Natürlich möchte ich an dieser Stelle auch gerne Danke sagen! Ein Dankeschön an meine tollen Kunden für viele interessante Jobs. Ein Dankeschön an meine Geschäftspartner für die gute Zusammenarbeit. Und ein Dankeschön an alle, die mich in diesem spannenden Jahr unterstützt haben!

Was bleibt?

Vor allem die Motivation, die nächste Stufe zu zünden. Im vergangenen Jahr habe ich vieles vorbereitet und aufgebaut, aber in diesem Jahr soll es endlich "fliegen". Im Januar starte ich direkt mit einem Mastermind-Day, der mich unterstützen soll, "on track" zu bleiben. Apropos Mastermind: Für 2016 war die Teilnahme daran eins meiner besten Ziele, die ich mir formulieren konnte. Ich bin so über mich hinaus gewachsen! Ich habe gelernt, was meine Komfortzone ist und wie weit ich sie dehnen kann.


Ich sage nur: Live-Videos!!!


Oh Mann, hatte ich meine Bedenken im Vorfeld: Was zieh' ich an, wieviel Schminke brauche ich, wie soll der Hintergrund aussehen – und das, obwohl ich es nicht mal mag, fotografiert zu werden. Mittlerweile bin ich (fast) wöchentlich online und das Feedback ist riesig. Und als mich mal eine Bekannte aus meinem Netzwerk fragte, ob sie mich interviewen könne, sagte ich sofort zu und fragte, wann wir uns dann zum Facebook Live treffen würden. Da sagte sie ganz erstaunt: "Nein, nein, das Interview wird schriftlich sein!"


Da ist mir klar geworden, wie selbstverständlich es schon für mich geworden war, live aufzutreten…

Was kommt?

Es kommt ein Jahr, dass sicherlich anders laufen wird als die vielen Jahre davor. Denn ich möchte mein erstes Online-Bezahlprodukt entwickeln. Schon im Januar wird es losgehen: Dann plane ich bei einem Mastermind-Day die einzelnen Schritte.

Ich bin gespannt.

Judith Geiß - Bilanzierung

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