Beide Gründer von UNITEDINTERIM, Jürgen Becker und Dr. Harald Schönfeld, verfügen jeweils über 15 Jahre Erfahrung in der Interim-Management-Branche. Sie sind Gründer und Geschäftsführer ihrer Firmen MANATNET GmbH (Deutschland) und Butterflymanager GmbH (Schweiz). Sie sind beide über viele Jahre aktiv im Vorstand des Branchenverbandes AIMP (Arbeitskreis Interim-Management-Provider) engagiert gewesen. Darin wurden die Marktveränderungen in der DACH-Region – z. T. mit Hilfe renommierter und über viele Jahre angelegter Studien – intensiv untersucht und in zahlreichen Workshops und Konferenzen diskutiert.

„In der Branche bestehen bisher große Ineffizienzen“

Ausgangspunkt zum Aufbau von UNITEDINTERIM waren jedoch konkrete Anregungen von Kunden und Interim-Managern, die sich in der täglichen Praxis ergeben hatten. Immer wieder wurden die Gründer von ihren Kunden gefragt, ob es denn nicht möglich sei, auf ganz einfache und zielführende Weise selbst in ihren Datenbanken zu suchen und dort auch Projekte auszuschreiben. Und das zu möglichst kleinen Preisen oder gar kostenlos. Parallel mussten sie sich von Seiten der Interim-Manager über viele Jahre immer wieder anhören, dass sie mühsame Mehrfacharbeiten leisten müssten, um sich bei allen relevanten Providern in der gesamten DACH-Region zu registrieren. Jeder Provider hat dabei unterschiedliche Kriterien, Templates und Prozesse zur Qualitätssicherung und zudem proprietäre IT-Systeme. Es ist als Interim-Manager sehr aufwändig, sich permanent bei typischerweise drei bis fünf Ansprechpartnern auf verschiedene Arten regelmäßig zu aktualisieren und auf unterschiedliche Weise qualitätssichern zu lassen. Das gelingt aus verständlichen Gründen nur sehr wenigen Interim-Managern.

Viele Provider sitzen daher auf nicht-aktuellen Daten. Das schafft bei Kundenanfragen Probleme, wenn auf der Basis veralteter Unterlagen eine Eignung beurteilt werden soll. Und: Viele Interim-Manager, die eigentlich gut passen würden, können so gar nicht erst in den jeweiligen Ablagesystemen gefunden werden. Auf diese Weise vergeben sich Interim-Manager und -Provider gute Chancen in der Zusammenarbeit. Zudem entsteht enormer Stress, wenn geeignete Kandidaten eine aktuellere oder detailliertere Version ihrer Unterlagen in aller Schnelle nachliefern müssen. Der Kunde wartet schließlich! Daher wurde mit Recht gefragt, ob Provider nicht zumindest in diesem Punkt zusammenarbeiten könnten: Einen zentralen Pool in der Branche zu schaffen, der über aktuelle und qualitätsgesicherte Unterlagen verfügt und aus dem sich dann bestimmte Qualitätsprovider gemeinsam bedienen können.

UNITEDINTERIM hebt nun diese Effizienzvorteile für alle Seiten durch eine solchen Pool, aus dem potentielle Kunden und Interim-Provider – ohne Gebühren oder Honorare – interessante Kandidaten für ihre Projekte direkt ansprechen und unter Vertrag nehmen können.

„Bei den Kunden wird es digital: Sie geben daher den Takt vor“

Marktanalysen und viele Gespräche – vor allem mit Interim-Managern und Kunden, die Interim-Manager bei sich einsetzen – haben gezeigt, dass es im Grunde um viel mehr geht:

Die Digitalisierung, die vor allem die Unternehmen vorantreiben, erfordert mehr als nur eine punktuelle Optimierung oder Teil-Lösungen! Es geht letztlich um das gesamte Bild, um völlig neue Prozesse, neue digitale Tools und Kommunikationsformen. Diese entwickeln sich bereits mit atemberaubender Geschwindigkeit in der Wirtschaft und werden vor dem Interim-Geschäft nicht haltmachen. Diese Digitalisierung fordert insbesondere die Interim-Manager, denn deren Kunden leben zunehmend in einer digitalen Welt. Die Beteiligten sind digital unterwegs, vernetzen sich und nutzen dafür entsprechende digitale Kanäle und Tools. Kompetenz im Umgang mit digitalen Anforderungen und den entsprechenden Schnittstellen wird daher integrierter Bestandteil des Berufsbildes von Interim-Managern. Und viel mehr noch in der Akquisition von neuen Aufträgen, die zunehmend auf digitalem Wege gesucht oder ausgeschrieben werden!

Wenn nun schon mit UNITEDINTERIM ein neues Unternehmen aufgebaut werden würde, dann sollte man, so stand für die Gründer fest, das Geschäftsmodell auch radikal digital gestalten, um es zukunftssicher zu machen.

„Das Direktgeschäft ist das größere und attraktivere Marktsegment zur Gewinnung von Aufträgen der Interim-Manager. Und die Zukunft des Marktes ist digital“

Die Branchenverbände DDIM und AIMP gehen für die DACH-Region davon aus, dass ca. 70-75 Prozent des Marktvolumens auf direkte Weise zwischen nachfragenden Unternehmen und Interim-Managern zustande kommen (Direktgeschäft). Nur 25-30 Prozent laufen über zwischengeschaltete Interim-Provider (indirektes Geschäft).

UNITEDINTERIM fokussiert auf den größeren Markt, den des Direktgeschäftes. Gerade dort, wo Kunden keine Beratung, keine Vermittler, keine Vermittlungshonorare oder Unterstützung bei der Kandidatenauswahl oder Vertragspartnerschaften mit einem zwischengeschalteten Dienstleister wünschen, schafft ein digitales Modell noch mehr Nutzen: Die Welt wird transparenter; Angebot und Nachfrage finden sich einfacher, schneller und unter weniger Kosten.

Die Gründer von UNITEDINTERIM sind überzeugt: Die Zukunft des Direktgeschäftes ist digital. Daher sind in diesem Marktsegment auch die höchsten Wachstumsraten zu erwarten.