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Innovationsmanagement in der Lebensmittelindustrie

Branche: Ernähungsgewerbe - Herstellung von Lebensmitteln

Linienfunktion: Vertrieb

Thema: Innovationsmanagement - Business Development

Umsatz: 70 Mio. Euro

Mitarbeiter: 360

Aufgabe:
Auftraggeber war ein mittelständisches Unternehmen der Lebensmittelindustrie mit ca. 360 Mitarbeitern. Anlass für das Interim Mandat waren eine leere Neuprodukt-Pipeline und diverse angefangene Projekte, die allerdings nicht zum Abschluss gebracht wurden. Ich übernahm die Führung des nationalen Innovationsmanagements. Meine Aufgabe war für nachhaltig regelmäßig neue Produkte oder Produktlinien zur Einführung im Lebensmittelhandel zu sorgen. Insbesondere sollten kurzfristig neue Ideen und Projekte gefunden werden.

Darüber hinaus lautete der Auftrag, langfristig ein kontinuierliches Innovations- und Produktmanagement zu etablieren. Das Ziel: Eine langfristige Strategie und damit verbundene Prozesse zu schaffen, die stetig erfolgreiche Neuprodukteinführungen hervorbringen. Meine Position war an eine Stabsstelle mit Anknüpfungspunkten in Marketing, Produktmanagement und technischer Produktentwicklung angegliedert.

Phase 1: Marktbewertung von Innovationen

In der ersten Phase des Projektes stand die Situationsanalyse im Vordergrund. Warum waren die Neuprodukte nicht so erfolgreich wie gewünscht? Warum gab es nicht kontinuierlich neue Projekte? Was war vorhanden, um darauf aufzubauen? Dabei stellte sich heraus, dass das Unternehmen im Grunde sehr professionell aufgestellt war. Es gab viele Ideen, gute Projektansätze und eine professionelle Produktentwicklung. Allerdings fehlte es eher an den Stellschrauben, um Ideen und Projekte marktgerecht zu bewerten. Vielmehr lief die Entwicklung bis weit in die Produktentwicklung hinein über firmeninterne Entscheidungsparameter.

Meine Aufgabe war es also, die Organisation dazu zu bringen, sich dem Markt zu stellen und früh im Entwicklungsprozess zu prüfen, wie erfolgreich eine Idee sein könnte, bevor man in sie investiert. Zudem ging es darum, den Schwung der Neuproduktentwicklung, der über die wenigen Erfolge der Vergangenheit verloren gegangen war, neu zu beleben.

Phase 2: Instrumente für Einschätzung der Marktpotenziale eingeführt

Im Laufe der nächsten Phase führte ich Instrumente ein, um die Erfolgswahrscheinlichkeit von Ideen und Projekten schnell und effizient zu überprüfen und zu bewerten. Dazu gehörten beispielsweise Konzeptentwicklungen in frühen Stadien, Online-Konsumentenbefragungen und Potenzialanalysen. Diese Instrumentarien führen über längere Zeit zu immer trennschärferen Ergebnissen. Dadurch entsteht ein lernendes System, das immer besser wird. Da die Aussagen aus dem Instrument das Marktumfeld widerspiegeln, erspart die Organisation sich viel Konfliktpotenzial. Die Investitionen in eine Idee in der Produktentwicklung sind dann auch besser einschätzbar.

Phase 3: Gemeinsame Arbeit an Ideen für Innovationen stärkt Motivation

Zum anderen initiierte ich eine zentrale Datenbank, in der alle Ideen für Innovationen gesammelt werden. An diesem Prozess beteiligte ich weite Teile der gesamten Organisation und relevante Dienstleister. Letztlich trugen viele interne Abteilungen über Wochen Ideen zusammen. Das gab neuen Schwung, Identifikation mit den Produkten des Unternehmens und schärfte das Bewusstsein, dass Innovation aus der gesamten Organisation heraus gelebt sein will.

Phase 4: Innovationsmanagement nachhaltig entwickelt und aufgestellt

In der letzten Phase verband ich das nationale Innovationsmanagement mit dem internationalen Ideenpool. Ich verstetigte die Diskussion über Potenziale, indem nationale Vorgehen zunächst am nationalen Markt getestet werden – und erst bei einem Erfolg auch international ins Rennen geschickt würden.

Zur Implementierung dieses Innovationsansatzes über das Mandat hinaus, schuf das Unternehmen auf mein Anraten eine Stelle für das Innovationsmanagement. Diese Person wurde von mir intensiv eingearbeitet und bis zur vollständigen Übernahme der Aufgabe begleitet.

Das Projekt im Überblick

(1) Innovationsmanagement in der Lebensmittelindustrie

(2) Marktbewertung von Innovationen

(3) Instrumente für Einschätzung der Marktpotenziale eingeführt

(4) Gemeinsame Arbeit an Ideen für Innovationen stärkt Motivation

(4) Innovationsmanagement nachhaltig entwickelt und aufgestellt

Michael Nels
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